Sonntag, 1. Oktober 2017

Skulptur Projekte 2017 (Samstagskaffee #103)

Das war knapp. Gerade noch rechtzeitig vor dem heutigen Ende der Ausstellung "Skulptur Projekte 2017" habe ich gestern die Gelegenheit gehabt, an einer Führung teilzunehmen. Natürlich war mir das ein oder andere Kunstprojekt bereits in den vergangenen Wochen im Stadtbild aufgefallen. Auch auf dem Steg im Hafen konnte ich schon durchs Wasser waten. (Und, fast noch interessanter: die Gäste beobachten, die sich für das perfekte Selfie dem Rand des Stegs manchmal auch etwas zu weit näherten. Wieviele Handys nach der Ausstellung jetzt wohl im Hafenbecken liegen?) Doch um so richtig gezielt mal das ein oder andere Projekt in Augenschein zu nehmen, war die gestrige Führung gerade richtig. Leider spielte das Wetter nicht mit. Starker Regen und kräftiger Wind sorgten dafür, dass wir uns überwiegend die Kunstwerke ansahen, bei denen man sich irgendwo unterstellen konnte und zwischendurch ein Samstagskaffee im Warmen nötig wurde.
Unsere Führerin zeigte uns u.a. eine Unterführung, die ich vorher noch nie betreten hatte. Dort hingen Kronleuchter, in denen kleine Teelichter LED-Lampen mit Energie versorgten. Am Landesmuseum schien ein großer LKW gerade dabei zu dienen, ein großes Kunstwerk abzutransportieren. Er wies damit auf die Macht hin, den öffentlichen Raum zu gestalten. In der Elephant Lounge, einer Diskothek, lief eine interessante Videoinstallation, in der sich die Künstler mit dem Phänomen des deutschen Schlagers auseinandersetzten. Mein Favorit aber war Koki Tanakas Projekt. Der Künstler beschäftigt sich mit der Gemeinschaften, die temporär in Krisenzeiten entstehen, z.B. in Notunterkünften oder Bunkern. Er bat acht Menschen aus Münster mit ganz unterschiedlichen kulturellen, sozialen und religiösen Hintergründen, für zehn Tage an Workshops teilzunehmen und in diesem Rahmen z.B. gemeinsam in einer Turnhalle zu übernachten oder Essen zuzubereiten, das in Kriegszeiten mit entsprechend begrenzten Ressourcen möglich war. Die dabei entstanden Filme, die Alltagsgegenstände aus den Workshops und seine Notizen sind Bestandteile der Installation, die ich mir gut auch noch länger hätte ansehen können.
Ansonsten war das Wochenende mit viel Arbeit gefüllt. Die Redaktion einer Fachzeitschrift, bei der ich tätig bin, traf sich von Freitagabend bis Sonntagmittag zu einer intensiven Konferenz. Die Führung war eine willkommene Unterbrechung der text- und sprachlastigen Arbeit. Was bei anderen an diesem Wochenende los war, schaue ich mir jetzt bei Andreas Samstagsplausch an.

Freitag, 15. September 2017

Messebesuch bei der "Nadel und Faden"

Den heutigen Vormittag habe ich mir frei genommen. Nachdem ich die größeren Kinder zur Kita gebracht hatte, machten das Baby und ich uns auf den Weg nach Osnabrück, etwa eine Autostunde von uns entfernt. Dort startete heute die "Nadel und Faden", eine Messe für Textilkunst und Handarbeit. Ich hatte bereits seit längerem überlegt, dorthin zu fahren. Als ich dann gesehen habe, dass ich als Bloggerin sogar freien Eintritt bekommen kann, war die Entscheidung schnell gefallen. Schon vor einiger Zeit kam meine Freikarte mit der Post und sorgte für Vorfreude. 
Hingefahren bin ich nur mit der Jüngsten, ohne weitere Begleitung. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, finde ich das manchmal einfacher so, weil ich mich dann ganz auf ihr Tempo einlassen kann. Braucht sie eine Pause, bekommt sie eine. Bekommt sie Hunger, gibt es etwas zu trinken. Ist sie wach und aufmerksam, schaut sie mit mir rum und ich achte darauf, dass sie zufrieden ist. So war der Messebesuch für uns beide ziemlich entspannt und ich konnte mir in Ruhe alles ansehen.
Zu sehen gibt es in der OsnabrückHalle noch bis Sonntag viele Stände mit Stoffen in allen Farben des Regenbogens, Wolle, Garn, Stickpackungen und diverses Zubehör. Das Publikum ist überwiegend weiblich. Genüßlich bin ich an den Ständen vorbeigeschlendert. Gerade im Handarbeitsbereich macht das Bestellen im Internet ja zumindest mir keinen besonderen Spaß. Zu wichtig ist einfach die Haptik eines Stoffes, einer Wolle oder auch die tatsächliche Wirkung von Farben. Wirklich gestaunt habe ich über so manchen ausgestellten Quilt. Da waren echte Hingucker dabei!
Ohne das Programmheft hätte ich übrigens einen interessanten Teil der Messe verpasst: Die Sonderschauen. Die Räume dafür lagen etwas abseits. Besonders gut gefallen hat mir die Ausstellung "Musik trifft Stoff". Hier haben sich sieben Textilkünstlerinnen von Musikstücken aus verschiedenen Bereichen (Klassik, Musical, Gospel, Techno etc.) inspirieren lassen. Die jeweiligen Stücke konnte man sich beim Betrachten der Quilts anhören. 
Was ich ein klein wenig schade fand: Der Bereich "Häkeln", der für mich am interessantesten gewesen wäre, war im Vergleich zu anderen eher etwas unterrepräsentiert. Dafür habe ich wieder einmal festgestellt, dass ich wirklich irgendwann mal stricken lernen muss! Über rudimentäre Grundkenntnisse geht es da bei mir noch nicht hinaus. Dabei gibt es so wunderbare Modelle, Anleitungen und Garne in diesem Bereich! Mal wieder richtig Lust auf Kreuzstich hat mir zudem der beeindruckende Stand von "Liebevolle Kreuzstichentwürfe" gemacht.
Gut, dass ich nicht soviel Geld bei mir hatte. An manchen Ständen war allerdings auch Kartenzahlung möglich, so dass doch die ein oder andere Kleinigkeit mit nach Hause genommen wurde. Dort hat mein Weihnachtsmädchen beim Auspacken natürlich sofort erkannt, was ich für sie mitgebracht habe...
Mein Fazit: Wenn man nicht allzu weit weg wohnt und sich in seiner Freizeit gerne mit Handarbeiten beschäftigt, ist diese Messe sicher ein lohnenswertes Ziel!

Samstag, 9. September 2017

Finnische Wolle und ein Samstagskaffee (#102)

Ist tatsächlich schon wieder Samstag und somit Zeit für einen Samstagsplausch? Diese Woche verging wie im Flug. Seit Montag gilt es, Baby, Kindergarten, Haushalt und Teilzeitstelle gut unter einen Hut zu bekommen. Im Büro wurde es direkt recht spannend, denn es erreichte uns eine Anfrage für ein Fernsehinterview. Im Kindergarten begleitete mich das entspannte Baby zu einem langen Elternabend, den es größtenteils schlafend auf meinen Beinen verbrachte. Für die größeren beiden starteten die Musikschule und das Kinderturnen. Der Liebste war die ganze Woche intensiv mit der Vorbereitung auf die letzte Prüfung zum Jagdschein beschäftigt, die er gestern erfolgreich absolviert hat. Angefangen hatte er damit vor der Geburt unseres ersten Kindes, vor etwa fünf Jahren. Da fand ein richtiges Langzeitprojekt jetzt einen positiven Abschluss. Heute drehte sich dann alles um die anstehende Taufe unseres jüngsten Familienmitglieds. Am Vormittag war unser Pfarrer bei uns zu Gast. Allerdings sprachen wir nur eher kurz über die Taufvorbereitung. Den Großteil der Zeit spielte er mit den beiden Geschwistern unseres Täuflings. Bei dritten Kind in einer Familie läuft es in vielen Themengebieten eben schon recht entspannt. Am Nachmittag haben die zwei mir dann geholfen, die Einladungskarten zu diesem Fest zu basteln und zu verschicken. 
...und wenn sie nachher im Bett sind, freue ich mich darauf, ein neues Projekt in Angriff zu nehmen: eine gehäkelte "Kalevala-Decke". Die Kalevala ist das finnische Nationalepos. Es umfasst 50 Gesänge, die von Elias Lönnrot zusammengefasst wurden. In diesem Jahr feiert Finnland seine 100-jährige Unabhängigkeit. Aus diesem Anlass haben mehrere Designer gemeinsam eine Decke entworfen, die auf der Kalevala-Mythologie basiert. Sie besteht aus insgesamt 24 Quadraten, deren Muster jeweils von Figuren und Geschichten der Kalevala inspiriert sind. Die Anleitungen werden derzeit Stück für Stück im Rahmen eines "Crochet Along (CAL)" veröffentlicht. 
Im Jahr 2001 habe ich einige Monate lang in Finnland studiert, in der Universitätsstadt Kuopio, im Osten des Landes. Damals habe ich mir diese blaue, englischsprachige Ausgabe zugelegt. Beim Schmökern heute war ich überrascht, wie intensiv ich mich offensichtlich damals mit dem Werk beschäftigt habe. Es findet sich jedenfalls die ein oder andere Bleistiftmarkierung darin. Die deutschsprachige Ausgabe, in der leider gar keine Jahresangabe steht, hat mein Vater später bei einem antiquarischen Bücherflohmarkt für mich erstanden. Nach längerem Überlegen habe ich mich entschieden, die Quadrate für meine Decke einfarbig zu häkeln. Die Wolle dafür habe ich in Finnland bestellt. Das ist bei den hohen Versandkosten natürlich ein wenig verrückt, war es mir aber wert. Ich freue mich schon richtig darauf, mich jetzt noch mal auf ganz anderem Weg diesem großartigen Stück Literatur- und Kulturgeschichte zu nähern. 

Dienstag, 5. September 2017

Liebes Tagebuch...

Es ist 10 Uhr morgens, und ich verstaue gerade die Einkäufe, als mir auffällt, dass heute der 5. ist. Am 5. eines jeden Monats lädt Frau Brüllen unter der Frage "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" zum Tagebuchbloggen ein. Hinter mir liegt ein etwas getrübter Morgen. Der Liebste ist schon früh aufgestanden und aus dem Haus gegangen. Er nimmt in dieser Woche an einem intensiven Vorbereitungskurs für die letzte Teilprüfung zum Jagdschein statt. Ich wecke unsere drei Kinder, dusche und helfe - wo nötig - beim Anziehen. Nach dem Frühstück geht es zum Kindergarten. Unsere ältere Tochter hat diesbezüglich gerade ein ziemliches Motivationsloch. Das kommt nicht überraschend. Viele ihrer Freunde haben zu den Sommerferien die Gruppe gewechselt, sie ist dafür noch etwas zu jung. Zudem sind im Moment viele neue Kinder, größtenteils in der Eingewöhnungszeit noch mit ihren Eltern, in ihrer Gruppe. Das ist alles etwas viel gerade. Anstatt mich wie immer schon an der Garderobe von ihr zu verabschieden, bleibe ich auf ihren Wunsch diesmal noch bis zum Morgenkreis da. Auch danach fällt ihr aber der Abschied schwer, schwerer als je zuvor. Den ganzen Vormittag geht mir ihre Stimmung noch nach. Mal sehen, wie es die nächsten Tage so weitergeht.
Das Baby und ich fahren auf dem Rückweg von der Kita noch beim Supermarkt vorbei und erledigen einen kleinen Einkauf. Wieder zurück bereite ich einen Salat für mein späteres Mittagessen oder unser Abendessen vor. Die Kleine schläft etwas. Das tut ihr gut, denn sie ist derzeit etwas erkältet und hatte entsprechend eine eher unruhige Nacht, in der sie schlecht Luft bekommen hat. Ich versuche, mich etwas an den Schreibtisch zu setzen. Zwei Stunden Arbeit im Home Office wären jetzt gut, doch es gibt eine blöde Überraschung. Ich komme nicht ins System, kann keine Emails empfangen oder senden. Meinen Kollegen im Büro geht es genauso. Der IT-Service ist gefragt. Die Liste an Dingen, die heute für die Arbeit erledigt werden können, verkürzt sich durch dieses technische Handicap deutlich. Da passt es gut, dass mich eine Nachricht erreicht. Eine Bekannte von mir, die artgerechte Schweinehaltung betreibt und die entsprechenden Erzeugnisse verkauft, muss ihre Gefriertruhe leeren. Ich packe das schlafende Babymädchen ein und besorge uns bei ihr ein paar Grillwürste. Im Gespräch kommen wir schnell vom Small Talk hin zu ernsteren Themen. Ihre Familie hat gerade eine wahre Schicksalsprüfung zu meistern. Mich berührt das Gespräch sehr und lässt mich bestürzt, aber auch hoffnungsvoll und dankbar, insbesondere für die Gesundheit meiner Kinder, zurück. 
Wieder zuhause wartet der Haushalt, der sich ja bekanntermaßen nicht von allein macht. Aufräumen, Staubsaugen, Wäsche falten, Kuchen backen, zwischendurch Stillen und Windel wechseln. Mittags genieße ich eine große Schüssel Wassermelone-Feta-Minz-Salat, nach diesem Rezept. Einfach nur lecker. Ich telefoniere mit meinem Cousin. Für seine Mutter ist er auf der Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz. Auch hier gibt es aktuell eine Lebenskrise. Oder ist das alles ganz normal? Gegen 14 Uhr fahre ich wieder zum Kindergarten. Dort ist die Mittagspause vorbei. Der Große zeigt mir, wie er jetzt im Kita-Garten gelernt hat, eine hohe Kletterstange runterzurutschen. Die Mittlere macht einen vergnügten Eindruck und zeigt mir ihre beiden Zöpfe, die ihr eine Erzieherin nach dem Mittagsschlaf gebunden hat. 
Zu viert machen wir uns auf den Weg zum Stall, um unserem Pflegepony einen Besuch abzustatten. Zur Freude der Kinder kommt es heute direkt ans Gatter der Weide, als wir ankommen. Sie merken, dass es sie mittlerweile kennt. Wir holen den Putzkasten, striegeln gemeinsam, bürsten und kratzen die Hufe aus. Dann wird aufgetrenst. Bislang sind wir meist nur mit dem Pony spazieren gegangen, doch von der Besitzerin wissen wir, dass es sich auch reiten lässt. Ich verzichte auf Sattel oder Voltigiergurt. Beide Kinder trauen sich und reiten gleich mehrmals hintereinander. Dabei halten sie sich gut in der Mähne fest. Ich führe sie. Das Babymädchen schläft derweil in der Trage vor meinem Bauch. Ihre großen Geschwister sind mächtig stolz. Zur Belohnung bekommt das Pony die letzte Möhre. Eigentlich hatte ich mehrere eingepackt, doch die meisten wurden schon von meinen kleinen Reitern aufgegessen. Irgendwie nehme ich immer zu wenig Möhren mit zum Stall.
Zurück zuhause sind die Kinder kaum zu bremsen, als sie sehen, dass viele Freunde und Nachbarskinder schon auf der Straße spielen. Fahrrad, Roller und Helme werden rausgeholt und noch bis zum Abendessen draußen gespielt. Zwischendurch kommt der Liebste von seinem Lehrgang zurück, aber nur, um schnell etwas zu essen und sich umzuziehen. Er hat noch einen beruflichen Termin. Ich leite die abendliche Routine ein: Abendessen, Umziehen, Zähne putzen, Vorlesen. Gegen halb 9 schlafen die Kleinste und der Größte. Die Mittlere braucht noch bis um halb 10, um zur Ruhe zu kommen. Ich freue mich schon darauf, wenn sie in der Kita keinen Mittagsschlaf mehr macht, den sie meiner Ansicht nach auch nicht mehr benötigt, und dafür abends eher einschläft. 
Jetzt ist noch ein wenig Zeit zu zweit bzw. für uns. Der Liebste schaut noch in seine Lernunterlagen. Und ich greife gleich vielleicht zur Entspannung noch mal für ein paar Runden zu Wolle und Häkelnadel.



Sonntag, 3. September 2017

Im Kölner Zoo (Samstagskaffee #101)

Es ist schon Sonntagabend, für meinen "Samstagskaffee" oder "Samstagsplausch" bin ich diesmal reichlich spät dran. Das liegt daran, dass wir heute nachmittag erst von einem kleinen Wochenendausflug zurückgekehrt sind. Für zwei Übernachtungen haben wir meine Schwägerin in Köln besucht. Während der Liebste den gestrigen Samstag nutzte, um sich in ihrer Wohnung auf eine Prüfung in der kommenden Woche vorzubereiten, sind wir anderen fünf mit der Straßenbahn in den Zoo gefahren. Den Nachmittagskaffee gab es am großen Spielplatz dort. Während ich das Baby bekuscheln durfte, waren die anderen mit rutschen, (an)schaukeln und klettern beschäftigt. Tiere haben wir natürlich auch gesehen, nicht nur Hennes VIII., das prominente Maskottchen des 1. FC Köln. Der Junior wollte unbedingt die Pavianfütterung anschauen und von den Pinguinen konnten sich die Kinder nur schwer lösen, als wir zur Flugshow weiterwollten. Auf dem Rückweg kamen wir in einen starken Platzregen, aber auch den fanden unsere Kinder ganz spannend und zurück in der Wohnung meiner Schwägerin konnten wir uns ja anschließend schnell umziehen und aufwärmen.

Sonntag, 27. August 2017

Sommerferienende (Samstagskaffee #100)

"Hoch die Hände, Wochenende!" ...oder, um es mit unserem Sonntagsjungen zu sagen, der sich diesen Spruch anfangs nur so ungefähr gemerkt hat: "Hände hoch! Es ist Freitag!" Es ist ein sommerliches Wochenende, so dass wir das Kaffeetrinken und Kuchenessen anlässlich des Geburtstags meiner Stiefmutter nach draußen auf die Terrasse verlegen. 
Die letzte Ferienwoche neigt sich dem Ende entgegen. Für mich gab es in dieser Woche schon mal wieder einen Besuch im Büro, zum ersten Mal nach der Geburt. Gemeinsam mit Freunden und Familie haben wir am Mittwoch zudem eine wundervolle Floßfahrt unternommen. Einen weiteren Vormittag haben der Liebste und ich in der Kita damit zugebracht, uns an der alljährlichen, großen Sommerputzaktion zu beteiligen, bei der wir Eltern die Einrichtung einmal komplett einer gründlichen Reinigung unterziehen. Auch in Sachen Hausbau sind wir wieder ein wenig weitergekommen. Unsere größeren Kinder haben in dieser Woche nochmal zwei Tage bei meinen Schwiegereltern verbracht. Gestern habe ich sie gut gelaunt wieder abgeholt. Am heutigen Sonntag gönnen wir uns noch einen schönen, gemeinsamen Ausflug und sehen uns auf einer Freilichtbühne gemeinsam das Stück "Michel in der Suppenschüssel an". Na klar, Nachwirkungen des Schweden-Urlaubs. Für die kommende Woche müssen wir dann allmählich auch alles für den Kindergarten vorbereiten, Wechselwäsche, Kuschelkissen, Matschsachen etc. bereit legen. Am Dienstag geht der Alltag wieder los...

Vorher schaue ich jetzt schnell noch beim Samstagsplausch vorbei. Habt einen schönen Sonntag!

Freitag, 25. August 2017

Floßfahrt in der Steveraue

Eine Floßfahrt in der Steveraue bei Olfen ist ein lohnenswertes Ziel für einen sommerlichen Ausflug mit der Familie im Münsterland. Habt ihr Lust, uns ein wenig zu begleiten?
Im vergangenen Monat haben wir meinem Bruder einen Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug zum Geburtstag geschenkt. Den haben wir in dieser Woche eingelöst. Das hat nicht nur dem Geburtstagskind viel Vergnügen bereitet. Gemeinsam mit Familie und Freunden sind wir in die Stadt Olfen gefahren, ca. 40 km von Münster entfernt. Dort fließt die Stever entlang, auf ihrem Weg von den Baumbergen bis zum Halterner Stausee. An der Kökelsumer Brücke erwartete uns unser Floßführer. Bis zu 15 Personen kann er auf dem rechteckigen Boot mitnehmen. Die Fahrt führt auf dem mäandernden Fluß durch eine wundervolle Auenlandschaft. Der Stadt Olfen dienten diese Flächen als Ausgleich für verschiedene Bauvorhaben. Jetzt sorgt man hier dafür, dass der Flusslauf und die Ufer der Stever zunehmend wieder ihren ursprünglichen Zustand erreichen. Heckrinder, Wildpferde (Koniks) und Poitou-Esel leben hier. Zwei Storchenhorste sind besetzt. Viele Wasservögel kann man bei der Fahrt beobachten. Unser Floßführer informierte uns ausführlich und kurzweilig über die Entstehung der Aue und ihre Bewohner. Nach 1,5 Stunden kamen wir wieder an der Kökelsumer Brücke an. Ein tolles Projekt und ein besonderes Ausflugsziel hier in der Umgebung.
Wer auch mal mitfahren möchte: An jedem 1. und 3. Sonntag im Monat finden im Sommer öffentliche Floßfahrten statt, jeweils fünf am Tag. Die Abfahrtszeiten sind um 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr und 19 Uhr. Karten gibt es dann direkt vor Ort am Anleger, ab 10:30 Uhr. Kinder unter 10 Jahren sind frei, Erwachsene zahlen jeweils 5 Euro. Wir haben eine private Fahrt gebucht. Die kostet 60 Euro und es können bis zu 15 Personen mitfahren. Mehr Informationen gibt es *hier*. 
Und nein, die Stadt Olfen hat diesen Beitrag nicht gesponsert. Uns hat es einfach nur richtig gut gefallen!

Sonntag, 20. August 2017

Samstagskaffee #99

Mein Samstagskaffee kommt heute - bei mir eigentlich nicht weiter verwunderlich - mal gehäkelt daher. Gestern waren wir bei einer Geburtstagsfeier eingeladen und brauchten noch eine Verpackung für einen Gutschein. Das Geburtstagskind wünschte sich einen finanziellen Zuschuss zu einem neuen Kaffeeservice. Da erschien mir diese kleine Tasse ganz recht. Eine Freundin häkelte zudem noch ein passendes Kaffeekännchen. Wenn die kleinen Häkelteile als Geschenkverpackung ausgedient haben, finden die Kinder des Geburtstagskinds bestimmt eine Verwendung dafür. Und später kann die kleine Tasse vielleicht noch als Nadelkissen für die nähbegeisterte Mama dienen. Die Anleitung gibt es übrigens kostenfrei *hier*. 
Die vergangene Woche stand bei uns ansonsten ganz im Zeichen des Hausbaus. Den gemeinsamen Elternzeit-Monat nutzen wir gerade, um schon mal einige Termine zu machen, uns über Klinker und Fenster zu informieren, die Badausstattung auszuwählen, die Küche zu planen, Holz und Fliesen für die Fußböden anzuschauen... Ich träume langsam von Mauersteinen und Wachbecken. Auf das neue Heim sind wir schon alle sehr gespannt!

...und in dieser Form verlinke ich meinen Samstagskaffee heute mal nicht nur beim Samstagsplausch, sondern auch den liebsten Maschen und HäkelLine

Dienstag, 15. August 2017

Gehäkelt: Baby-Kapuzenjacke

Wenn im Freundeskreis jemand schwanger ist, fiebere ich ja ohnehin gerne mit und kann die Vorfreude, die Erwartung, vielleicht auch die Sorgen, die damit verbunden sind, gut nachvollziehen. Eine besondere Situation ist es dann für mich jedes Mal gewesen, wenn jemand im Freundeskreis parallel zu mir selbst schwanger war. Selbst über größere Entfernungen hinweg verbindet diese Gemeinsamkeit in diesen Monaten doch nochmal auf eine besondere Art und Weise. 
Viel Vergnügen macht mir daher diese kleine Kapuzenjacke, die ich in den vergangenen Wochen gehäkelt habe. Sie ist mittlerweile per Post unterwegs zu einem kleinen Baby, das drei Wochen nach unserem dritten Kind geboren wurde. 
Da die Eltern nicht vor der Geburt wissen wollten, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen, habe ich mich zunächst für ein relativ neutrales Farbschema entschieden. Der Original-Anleitung zufolge sollten die Ärmel eigentlich auch gestreift werden. Bis ich mit ihnen begonnen hatte, war allerdings einerseits klar, dass dort "Team Blau" Verstärkung bekommen hatte und andererseits - nun ja - war mir schlicht der Rotton ausgegangen. Daher entschied ich mich hier für eine etwas andere Gestaltung, die mir im Nachhinein sogar besser gefällt, da die größeren Blauflächen etwas mehr Ruhe hinein bringen. Die Anleitung gibt es übrigens kostenfrei *hier*. Ich kann sie allerdings nur bedingt weiterempfehlen. Das Endergebnis gefällt mir gut, aber es gibt bei diesem Modell wirklich sehr viele (!) Fäden zu vernähen und die Anleitung blieb für mich leider auch an manchen Stellen etwas unklar. 
Gerne verlinke ich das kleine Jäckchen bei der HäkelLine, dem Creadienstag, den DienstagsdingenHandmade on Tuesday, den liebsten Maschen und Menschen(s)kinder.