Sonntag, 20. August 2017

Samstagskaffee #99

Mein Samstagskaffee kommt heute - bei mir eigentlich nicht weiter verwunderlich - mal gehäkelt daher. Gestern waren wir bei einer Geburtstagsfeier eingeladen und brauchten noch eine Verpackung für einen Gutschein. Das Geburtstagskind wünschte sich einen finanziellen Zuschuss zu einem neuen Kaffeeservice. Da erschien mir diese kleine Tasse ganz recht. Eine Freundin häkelte zudem noch ein passendes Kaffeekännchen. Wenn die kleinen Häkelteile als Geschenkverpackung ausgedient haben, finden die Kinder des Geburtstagskinds bestimmt eine Verwendung dafür. Und später kann die kleine Tasse vielleicht noch als Nadelkissen für die nähbegeisterte Mama dienen. Die Anleitung gibt es übrigens kostenfrei *hier*. 
Die vergangene Woche stand bei uns ansonsten ganz im Zeichen des Hausbaus. Den gemeinsamen Elternzeit-Monat nutzen wir gerade, um schon mal einige Termine zu machen, uns über Klinker und Fenster zu informieren, die Badausstattung auszuwählen, die Küche zu planen, Holz und Fliesen für die Fußböden anzuschauen... Ich träume langsam von Mauersteinen und Wachbecken. Auf das neue Heim sind wir schon alle sehr gespannt!

...und in dieser Form verlinke ich meinen Samstagskaffee heute mal nicht nur beim Samstagsplausch, sondern auch den liebsten Maschen und HäkelLine

Dienstag, 15. August 2017

Gehäkelt: Baby-Kapuzenjacke

Wenn im Freundeskreis jemand schwanger ist, fiebere ich ja ohnehin gerne mit und kann die Vorfreude, die Erwartung, vielleicht auch die Sorgen, die damit verbunden sind, gut nachvollziehen. Eine besondere Situation ist es dann für mich jedes Mal gewesen, wenn jemand im Freundeskreis parallel zu mir selbst schwanger war. Selbst über größere Entfernungen hinweg verbindet diese Gemeinsamkeit in diesen Monaten doch nochmal auf eine besondere Art und Weise. 
Viel Vergnügen macht mir daher diese kleine Kapuzenjacke, die ich in den vergangenen Wochen gehäkelt habe. Sie ist mittlerweile per Post unterwegs zu einem kleinen Baby, das drei Wochen nach unserem dritten Kind geboren wurde. 
Da die Eltern nicht vor der Geburt wissen wollten, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen, habe ich mich zunächst für ein relativ neutrales Farbschema entschieden. Der Original-Anleitung zufolge sollten die Ärmel eigentlich auch gestreift werden. Bis ich mit ihnen begonnen hatte, war allerdings einerseits klar, dass dort "Team Blau" Verstärkung bekommen hatte und andererseits - nun ja - war mir schlicht der Rotton ausgegangen. Daher entschied ich mich hier für eine etwas andere Gestaltung, die mir im Nachhinein sogar besser gefällt, da die größeren Blauflächen etwas mehr Ruhe hinein bringen. Die Anleitung gibt es übrigens kostenfrei *hier*. Ich kann sie allerdings nur bedingt weiterempfehlen. Das Endergebnis gefällt mir gut, aber es gibt bei diesem Modell wirklich sehr viele (!) Fäden zu vernähen und die Anleitung blieb für mich leider auch an manchen Stellen etwas unklar. 
Gerne verlinke ich das kleine Jäckchen bei der HäkelLine, dem Creadienstag, den DienstagsdingenHandmade on Tuesday, den liebsten Maschen und Menschen(s)kinder.

Samstag, 12. August 2017

Samstagskaffee #98 ...mit Fernweh

Ein ganz besonderes Geschenk habe ich im Frühjahr zu meinem Geburtstag bekommen. Eine Freundin von mir war damals gerade mit ihrer Familie in Neuseeland unterwegs, ziemlich genau ein Jahr, nachdem wir selbst mit unseren Kindern dort einige Wochen unserer gemeinsamen Elternzeit verbracht haben. Zum Geburtstag schenkte sie mir, dass ich mir ein Mitbringsel aus diesem wunderschönen Land wünschen durfte. Ich entschied mich für diesen Tee, den ich dort fast täglich getrunken habe und dessen Geschmack für mich daher fest mit den vielen Eindrücken unserer Reise verbunden ist. Diese Woche habe ich ihn nun von ihr bekommen und mich heute morgen richtig auf die erste Tasse gefreut! Ein tolles Geschenk!
Unsere Woche war ansonsten relativ unspektakulär. Die Kinder haben Ferien und 
genießen es, mehr Zeit zum Spielen zuhause zu haben, trödeln zu können, Freunde zu treffen. Gestern haben wir mal einen Ausflug nach Münster unternommen, wo vor dem Schloss gerade beim "Turnier der Sieger" toller Reitsport gezeigt wird. Der Liebste ist für ein paar Tage mit Freunden per Leeze auf dem Elberadweg unterwegs. Das Wetter macht ihnen allerdings gehörig einen Strich durch die Rechnung. Deshalb überlegen sie, schon heute zurückzukommen, einen Tag eher als geplant. Wir würden uns natürlich freuen!
Obwohl heute ja der 12. ist, gibt es übrigens heute vermutlich keine 12 Bilder des Tages von mir. Da wäre vermutlich nur haufenweise Bügelwäsche, dreckiges Geschirr, Spielzeug und Regenwetter zu sehen. Nicht sehr spektakulär eben.
Verlinkt beim Samstagsplausch.

Dienstag, 1. August 2017

Gehäkelt: Maritime Handyhülle

Vor kurzem brauchte ich auf die Schnelle einen Gutschein mit maritimem Touch. Andere würden vermutlich basteln, kleben, malen oder etwas ausdrucken. Mir fällt als erstes die Häkelnadel in die Hände. Die Internetsuche führte schnell zum Ergebnis und zu einer kostenfreien Anleitung für einen kleinen Rettungsring. Weil der mir so gut gefiel, ist er gleich noch einmal entstanden. Und weil mir das maritime Thema so gut gefiel und man meines Erachtens nie genug Handtaschen haben kann, ist dann auch direkt noch ein neues Täschchen für mich dabei herausgesprungen. Ein passender Knopf fand sich zufällig auch noch im Fundus.

Mein heutiger Beitrag zum Creadienstag, zu Handmade on Tuesday, den Dienstagsdingen, den liebsten Maschen, der HäkelLine.

Montag, 31. Juli 2017

Elternzeit-Pläne

Für unsere zwei Kindergartenkinder bricht heute die letzte Kita-Woche vor den Ferien an, für den Liebsten die letzte Arbeitswoche vor seinem zweiten Elternzeitmonat. Bislang haben wir es immer so gemacht, dass er zwei Monate Elternzeit genommen und dafür auch zwei Monate Elterngeld beantragt hat. Der Vorteil: Wenn ein Partner zwölf Monate Elterngeld beantragt und der andere noch zwei, dann werden insgesamt 14 Monate Elterngeld gewährt. Das ist das Maximum. Hätte mein Mann nur einen Monat beantragt, wäre der bei mir abgezogen worden. Warum das so ist, verstehe ich auch nicht. Eine andere Aufteilung (er bleibt länger zu Hause, ich nur kurz) wäre bei uns nicht in Frage gekommen. Einerseits stille ich unsere Kleine, und andererseits gibt es da natürlich auch noch ein finanzielles Argument. Auch wenn in jeder Elterngeld-Broschüre steht, ein Tipp zum Maximieren des Elterngeldes bestehe darin, den Partner mit dem höheren Gehalt Elterngeld beantragen zu lassen; noch mehr Geld bleibt natürlich in der Haushaltskasse, wenn gerade der Partner mit dem höheren Gehalt auch weiter zur Arbeit geht. 
Bei den ersten beiden Kindern haben wir diese beiden Elternzeit-Monate bereits gemeinsam genommen. Acht Wochen freie Zeit für uns als Familie, wann gibt es das schon wieder? Wir haben diese gewonnene Zeit bislang oft zum Reisen genutzt. Bei unserem Sonntagsjungen haben wir für einen Monat gemeinsam in Spanien gelebt. Den 13. und 14. Lebensmonat unseres Weihnachtsmädchens haben wir genutzt, um zu viert mit einem Wohnmobil durch Neuseeland zu reisen. Und jetzt?
Ist alles etwas anders, denn neben natürlich vielen noch offenen Reisewünschen gibt es da den Plan von einem neuen, größeren Zuhause. Mit dem Bauvorhaben im nächsten Jahr im Blick haben wir diesmal beschlossen, die Elternzeit anders zu nutzen. Der Liebste nimmt sie diesmal nicht ab dem 1. Geburtstag unserer Kleinen, sondern bereits im ersten und dritten Lebensmonat. So konnte er uns direkt nach der Geburt zur Seite stehen und verbringt nun den August mit uns, wenn es auch in der Kita Ferien gibt. 
Für diesen zweiten Elternzeit-Monat haben wir am vergangenen Wochenende schon fleißig Pläne geschmiedet. Neben ein paar familienfreien Urlaubstagen, die sich der Liebste mit ein paar Freunden gönnt, wird viel Zeit für spannende Ausflüge bleiben. Wir werden voraussichtlich meine Schwägerin in Köln besuchen, eine Floßfahrt machen, in den Zoo gehen, Freunde treffen, mit der Kleinsten zur Babymassage gehen und ihre Taufe planen. Ach ja, und den "Tag des offenen Hofes" bei Verwandten von uns werden wir sicherlich auch wieder besuchen. Dort sind im vergangenen Jahr diese Bilder entstanden und wir sind sehr gerne auch in diesem Sommer wieder mit dabei.

Sonntag, 30. Juli 2017

Samstagskaffee #97

"Liebling, ich habe die Kinder verjagt." So hätte ich den Text zu meinem aktuellen Samstagskaffee, der diesmal ein Sonntagskaffee geworden ist, auch überschreiben können. Wie es dazu kam? Gestern morgen starteten unsere zwei Größeren mit relativ wildem Getobe ins Wochenende. Binnen kurzem befürchtete ich neue Macken im Parkett, an den Wänden und Türrahmen. Da unser Haus ja quasi schon verkauft ist (wir sind uns einig, nur der Notartermin steht noch aus), kann ich auf solche Situationen gerade gut verzichten. Ich schlug daher spaßeshalber vor, wir sollten überlegen, ob unsere Kinder nicht vielleicht bis zum Umzug bei Oma und Opa einziehen können. Die spontane Reaktion unserer Großen: "Jaaa, jaaa, wir wollen bei Oma und Opa schlafen!!" Mein Mann und ich haben uns kurz irritiert angesehen (denn für die Idee, mal ohne Eltern woanders zu übernachten, ist zumindest unser Sonntagsjunge bislang noch nicht so oft zugänglich gewesen) und direkt zum Telefon gegriffen. 
Dann haben wir eine Reisetasche, zweimal Bettzeug und zwei Kuscheltiere eingepackt, alle Kinder in den Bulli gesetzt und sind losgefahren. Als wir uns abends auf den Rückweg machten, gab es bei unserem Sonntagsjungen zwar doch etwas Protest, aber das kennen wir schon. Der Moment des Abschiednehmens fällt ihm oftmals schwer, danach bleibt er aber meist gerne. So auch diesmal. Dank meiner spontanen Schwiegereltern haben wir nun also einen ziemlich ruhigen Sonntag, nur mit dem Baby zuhause. Zum ersten Mal in den letzten Monaten habe ich ausgeschlafen. Anschließend haben wir es uns gegönnt, frühstücken zu gehen. Dummerweise stellte sich das gleich im ersten Café als schwierig heraus, denn dort wäre eine Anmeldung einige Tage vorher nötig gewesen. Dazu waren wir diesmal zu spontan. Im zweiten hatten wir dann aber mehr Glück und haben gerade noch zwei freie Plätze und etwas Raum für den Kinderwagen ergattert. Und jetzt genießen wir die Ruhe und vergehen gleichzeitig schon ein wenig vor Sehnsucht nach unseren zwei großen Kindern, die gerade noch mit Oma, Opa und meiner Schwägerin durch einen Zoo streifen und heute Abend von ihnen zu uns zurückgebracht werden.
Verlinkt beim Samstagsplausch, wo es auch gestern wieder hieß: Du schreibst einen Post über deine Woche oder dein Wochenende, was du erlebt oder was du dir vorgenommen hast.

"Don't worry, be Mami" [Rezension]

Seit ein paar Tagen ist es klar: Ich werde nach dem Mutterschutz direkt wieder anfangen zu arbeiten, Teilzeit in der Elternzeit. Der ursprüngliche Plan war das zwar nicht, aber unter veränderten Umständen - insbesondere bei meinem Arbeitgeber - ist eine hoffentlich gute Entscheidung. Die viel zitierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf bringt allerdings auch gleich einen Haufen neue Fragen mit sich: Welche Auswirkungen hat das auf mein Elterngeld bzw. was steckt hinter dem "Elterngeld plus", das ich nun beantragen werde? Welche Folgen hat es für meinen Arbeitsvertrag oder auch für unseren Anspruch auf eine Kinderbetreuung? Wie gehe ich mit Stillzeiten während der Arbeitszeit um? Praktisch, wenn da gerade zeitgleich das passende Rezensionsexemplar für diese Lebenslage ins Haus geflattert kommt. 
"Don't worry, be Mami" von Sandra Runge ist laut Verlagsangabe "das juristische Standardwerk zu Schwangerschaft, Geburt und Elternsein". Doch wer meint, hier sei ein eher trockenes Nachschlagewerk zu wesentlichen Rechtsfragen entstanden, der irrt. Die bunten Buchstaben auf dem Cover, die an Kinderzeichnungen erinnern, geben einen entscheidenden Hinweis: Hier hat es jemand geschafft, juristisches Wissen leicht lesenswert in eine flotte, mitunter recht lustige Geschichte zu verpacken.
Die Protagonistin dieser Geschichte erlebt direkt zu Beginn den Super-GAU: Am ersten Tag ihrer Elternzeit erscheint sie im Büro, um sich dort ganz überraschend nur noch ihre Kündigung abzuholen. Nach einem entsprechenden Rechtsstreit und dem Neubeginn bei einem anderen Arbeitgeber wird sie erneut schwanger. Und wieder tauchen rechtliche Fragen auf: Wann sage ich es meiner Chefin? Welche Auswirkungen hat es für die Gestaltung meines Arbeitsplatzes? Im geburtsvorbereitenden Yoga-Kurs trifft sie dann auf einen wahren Fundus an menschlichen wie rechtlichen Herausforderungen. Zugegebenermaßen wirkt die Geschichte hier manchmal wirklich etwas konstruiert. Als Leserin habe ich das aber gerne in Kauf genommen, weil zugleich anhand der Schicksale der verschiedenen Frauen immer neue, rechtliche Fragen aufgeworfen werden: Welchen Nachnamen bekommt das Kind, wenn die Eltern nicht verheiratet sind? Wer bekommt das Sorgerecht nach einer Trennung? Die Antworten auf diese und andere Probleme sind immer wieder direkt mit der Geschichte verwoben, teils auch unter Nennung der entsprechenden Paragraphen oder Gesetzestexte. Die rechtlichen Hinweise sind graphisch abgesetzt, aber auch über das Stichwortverzeichnis im Anhang leicht gezielt zu finden. Dort finden sich zudem noch hilfreiche Mustertexte und Checklisten.
Die Autorin Sandra Runge ist Rechtsanwältin und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Als "smart Mama" bloggt sie seit einiger Zeit zum Thema Elternrechte. Ihr Ratgeber ist quasi als "Buch zum Blog" entstanden und bei blanvalet erschienen. In Berlin hat sie zudem Deutschlands erste Kita mit Coworking-Space gegründet - eine fantastische Idee für Selbständige und Freiberufler, wie ich finde!
Ich habe jedenfalls definitiv eine neue Geschenkidee für die nächste werdende Mutter in meinem Freundeskreis bekommen. Man liest eine kurzweilige Geschichte und macht sich zugleich fit in allen rechtlichen Fragen rund ums Kinderkriegen - eine gute Kombination! Ach ja, und für einen Yoga-Rückbildungskurs habe ich mich jetzt auch angemeldet. 

Samstag, 22. Juli 2017

Samstagskaffee #96 ...aus der Rushhour

Kennt ihr den Begriff "Rushhour des Lebens"? So bezeichnet man in der Soziologie die mittlere Lebensphase, meist zwischen 30 und 40, in der viele bedeutende Ereignisse parallel stattfinden: Berufseinstieg, Karriere, Familiengründung, etc. Warum ich das erwähne? Seitdem wir aus dem Urlaub zurück sind, empfinde ich es, als wären wir gerade mittendrin. Es gibt kaum einen Lebensbereich bei uns, in dem es derzeit nicht ziemlich turbulent zugeht. 
In unser Elterngeneration musste zum wiederholten Mal eine Krebsdiagnose akzeptiert werden, die zudem zu viel Beziehungsstress im näheren Umfeld führt. Im Kindergarten gibt es Unstimmigkeiten und wir schauen mit etwas Sorge auf das nächste Kindergartenjahr. Bei unserem Bauvorhaben kommt Zeitdruck bezüglich der Finanzierung und Planung auf. Zugleich haben wir diese Woche - zumindest schon mal per mündlicher Zusage - unser jetziges Heim verkauft. Das fühlt sich einerseits gut an, weil es uns Planungssicherheit gibt. Andererseits ist es aber auch komisch, weil damit in unserem derzeitigen Zuhause irgendwie jetzt schon das Abschiednehmen begonnen hat, die Fertigstellung des nächsten Hauses aber noch in weiter Ferne ist. Auch bezüglich unserer beruflichen Perspektiven gibt es viel Stoff zum Nachdenken. Die Regelung meiner Elternzeitvertretung hat sich leider als nicht tragfähig herausgestellt. Jetzt muss eine neue Lösung her. Vielleicht steige ich doch deutlich schneller als ursprünglich geplant, zumindest teilweise, wieder in meinen Beruf ein.
In solchen Wochen finde ich es umso wichtiger, den Blick regelmäßig auf die positiven Dinge des Lebens zu richten. Unsere Kinder fragen wir oft beim Einschlafen, was für sie an dem jeweiligen Tag das Beste war oder was ihnen am meisten Spaß gemacht hat. Gestern Abend hat unser Sohn von sich aus angefangen, zu überlegen, was für ihn der Höhepunkt des Tages war. Das hat mich gefreut. In solchen Momenten scheren wir quasi gemeinsam mal kurz gemeinsam aus der Rushhour aus, steuern einen Rastplatz an, machen eine Pause und tanken auf. 
Verlinkt beim Samstagsplausch, wo Andrea wie jede Woche auch heute wieder dazu einlädt, bei einer Tasse Kaffee auf die vergangene Woche oder das anstehende Wochenende zu blicken.

Dienstag, 18. Juli 2017

Münster bloggt...

Hoch über den Dächern von Münster konnte ich in der vergangenen Woche an einem besonderen Event teilnehmen. Münster Marketing und die MünsterBlogs hatten zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Zum Hintergrund: Leila und Hanna, die Köpfe hinter den Blogs Münstermama und Familiert, hatten vor kurzem die gute Idee sowie das nötige Know-How, die Blogger/-innen aus Münster und der Umgebung stärker zu vernetzen. Entstanden ist dabei: 
Diese Plattform führt die verschiedenen Blogs aus der Region zusammen. Man kann einfach stöbern oder auch gezielt nach Beiträgen suchen, sortiert nach Themenbereichen oder Datum. Manche Blogs kannte ich selbst z.B. natürlich auch vorher schon und lese sie regelmäßig, aber viele habe ich auch durch diese Vernetzung erst neu kennengelernt. Erstaunlich und erfreulich finde ich zudem die große Vielfalt, die hier deutlich wird. Derzeit sind bereits über 100 Blogs in 18 verschiedenen Kategorien dort verlinkt. Man findet u.a. sowohl persönliche, familiäre Themen als auch Politisches, Soziales, Regionales, kreative Ideen und Anregungen, Reiseberichte sowie ausgesprochen appetitanregende Foodblogs.
Um den erfolgreichen Start dieser Plattform gebührend zu feiern, um persönliche Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen wurden alle beteiligten Blogger/-innen am vergangenen Mittwoch zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Stadthaus 1 in Münster eingeladen. Zudem wurde dort ein relativ neues Kapitel der Vernetzung aufgeschlagen: Die Zusammenarbeit von Blogger/-innen mit Münster Marketing. Schließlich, so machte Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster Marketing, in ihrer Begrüßungsansprache deutlich, haben wir alle ein großes, verbindendes Element: Wir leben gerne in Münster oder dem Münsterland und erzählen davon. Toll, dass auch das Stadtmarketing erkennt, welches Potenzial darin steckt, Blogger/-innen als Markenbotschafter/-innen für diese Region zu verstehen.
Auf die Einführung von Bernadette Spinnen folgte eine Vorstellungsrunde aller Anwesenden, in Verbindung mit jeweils drei typischen Hashtags. Na, welche hättet ihr da für euch gewählt? Bei leckerem Essen gab es dann die Möglichkeit, in einen persönlichen Austausch zu kommen. Auf zwei großen, vorbereiteten Tischen wurde zudem gemeinsam in einem Schreibgespräch überlegt und diskutiert, welche Ideen es für die weitere Nutzung des entstandenen Netzwerks gibt. Schade war, dass die beiden Initiatorinnen, Hanna und Leila, an diesem Abend krankheitsbedingt verhindert waren. Die Entscheidung, an dem Termin dennoch festzuhalten, fand ich aber richtig. Ich bin schon sehr gespannt, was für Kontakte und Kooperationen sich aus diese Initiative noch ergeben!
Übrigens: Ich persönlich habe mich neben dem Ausblick auf die persönlichen Gespräche noch aus zwei anderen Gründen auf diesen Abend gefreut. Für Münster Marketing habe ich während des Studiums eine Zeitlang als Aushilfskraft gejobbt. Meist habe ich bei Kongressen, Messen und Tagungen den Informationsstand der Stadt betreut, bei der Suche nach Hotels und Restaurants geholfen, Tipps für die Freizeitgestaltung und das Kulturprogramm geteilt und damit damals schon Erfahrung als Botschafterin dieser schönen Westfalenmetropole sammeln können. Zudem fand die Veranstaltung im 11. Stock des Stadthauses statt. Dort war ich in den vergangenen Jahren öfters zum Mittagessen in der Betriebskantine der Stadt, weil mein Büro bis vor kurzem gleich um die Ecke in der Innenstadt von Münster lag. Ich wusste, dass der Ausblick von dort großartig sein kann und wir hatten Glück: Nach einem regnerischen Tag kam gerade rechtzeitig zum Abend die Sonne wieder raus. Richtig schöne Bilder gibt es zum Beispiel hier auf dem Fotoblog von Ralf: ralfsiehtalles.
Da unsere Jüngste mich an diesem Abend begleitete, konnte ich leider nicht bis ganz zum Schluss bleiben. Einer entspannten Rückfahrt habe ich da den Vorzug gegeben. Auf dem Rückweg zum Auto bin ich aber noch in einen besonderen Genuss gekommen: Ich hörte das Tuten der Türmerin von St. Lamberti. Als der Liebste und ich noch in Münster wohnten, konnten wir das auch von unserer Wohnung aus hören und natürlich immer, wenn wir abends noch in der Innenstadt unterwegs hören. Ich mag diesen Klang. Wusstet ihr, dass auch die Türmerin einen Blog betreibt? Schaut doch mal rein bei "direkt vom Turm gebloggt". Vor drei Jahren gab es für mich mal die Gelegenheit, zu ihrem Arbeitsplatz aufzusteigen. Die Bilder davon gibt es *hier* zu sehen.

Samstag, 15. Juli 2017

Samstagskaffee #95 - Kopenhagen

Im Rückreisetrubel am vergangenen Wochenende bin ich gar nicht dazu gekommen, bei einem Kaffee(bild) hier über mein Wochenende zu plauschen. Das hole ich heute gerne nach, mit ein paar wenigen Bildern vom vergangenen Samstag. 
Seit einer Woche hat der Alltag uns wieder. Die Rückreise von Südschweden nach Deutschland haben wir genutzt, um der dänischen Hauptstadt Kopenhagen einen Besuch abzustatten. Das war wirklich ein lohnenswerter Abstecher! Kopenhagen war für mich noch ziemlich unbekannt. Ich war vorher noch nie dort. Aber es hat sich schnell wieder bestätigt: Ich mag Städte, die am Wasser liegen. Wir sind am Freitagnachmittag angekommen. Schon die Anreise über die Öresundbrücke, eine der längsten Schrägseilbrücken der Welt, war ein Erlebnis. Wohl gefühlt haben wir uns dann auch direkt in unserem Ferienhaus, das wir über AirBnB gefunden hatten: Ein kleines, altes, verwinkeltes Fachwerkhaus in einem sehr gepflegten Innenhof. Der Innenhof wird von den Anwohnern gemeinsam genutzt. Unsere Kinder freuten sich sehr darüber, dort direkt eine Schaukel, ein Spielhaus und einen Kaninchenstall vorzufinden. Das Haus selbst war skandinavisch eingerichtet, mit hellen, warmen Farbtönen, geradlinigen Einrichtungselementen und sehr gut ausgestattet. 
Bei einem ersten Spaziergang durch die Nachbarschaft gefiel uns vor allem die schöne Atmosphäre an den Kanälen. Die Menschen saßen draußen, am Ufer, in Straßencafés und genossen den Sommerabend. Zum Frühstück am Samstag gab es u.a. dänische Zimtschnecken. Wir mussten ja schließlich testen, ob die dänischen ebenso lecker sind wie ihre schwedischen Kollegen. Anschließend haben wir die Stadt erkundet. 
Seitdem wir mit kleinen Kindern unterwegs sind, nutzen wir dafür - anders als früher - oft zunächst die klassischen Sightseeing-Optionen: Rundfahrt mit Bus oder Schiff. Die Kinder lieben es, in fremden Städten auf diese Weise unterwegs zu sein und wir bekommen so sehr entspannt ebenfalls einen guten Überblick und eine erste Orientierung. Das Wetter war leider recht wechselhaft an diesem Tag. Entschädigt hat uns aber das Copenhagen Jazz Festival, das gerade stattfand. An jeder Straßenecke gab es Musik! So verging der Samstag sehr schnell. Ich möchte auf jeden Fall nochmal wiederkommen, gerne auch für ein paar mehr Tage! Es gäbe hier noch so viel zu sehen...

Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 im Juli 2017

Habt ihr Lust, am heutigen 12. des Monats wieder in 12 Bildern einen kleinen Blick in unseren Alltag werfen zu können? Hereinspaziert, kommt gerne mit:
Heute morgen trödeln wir ganz schön rum. Mit Geburtstagskrone auf dem Kopf (nein, bei uns hat heute niemand Geburtstag) wird noch gespielt und spät gefrühstückt, sodass die Kinder und ich es gerade rechtzeitig zum Morgenkreis um 9 Uhr in die Kita schaffen. Im Regen erledigen das Babymädchen und ich dann noch eine kleine Runde im Ort, bei der Bank, der Musikschule und dem Bäcker vorbei.
Wieder zuhause ist Zeit für einen zweiten Kaffee und Runde Stillen und Kuscheln. Als die kleine Dame danach ein Schläfchen einlegt, schnappe ich mir den Laptop und mache mich daran, mal die Geburtsanzeigen zu gestalten. In den vergangenen Wochen kamen so viele schöne Grüße und Geschenke an; dafür möchten wir uns gerne angemessen bedanken.
Gestern Abend gab es zum Beispiel solch ein großartiges Geschenk: Meine Mädelsrunde, die sich einmal im Monat zum Häkeln trifft, hat für unser Babymädchen ein gemeinsames Geschenk gewerkelt. Schneewittchen und die sieben Zwerge sind jetzt bei uns eingezogen. Gewünscht haben sie sich, dass ich nochmal von allen Figuren zusammen mache, da viele nur ihren eigenen Beitrag zu diesem Projekt gesehen haben. Für den Nachmittag backe ich - in Erinnerung an unseren gerade vergangenen Schwedenurlaub - ein paar Zimtschnecken. Mein Vater kommt vorbei und übernimmt später auch die Kinderbetreuung, damit ich heute Abend noch einen interessanten Termin wahrnehmen kann. 
Meine aktuelle Lektüre für die Stillpausen habe ich mir gerade selbst geschenkt, um das Urlaubsgefühl noch ein wenig zu verlängern. Der Sonntagsjunge hilft mir fleißig dabei, die Bälle aus dem Bällchenbad der Kita zu waschen. Dort ist gerade das allsommerliche Großreinemachen dran. Bevor ich dann dem Papaopa das Feld überlasse und mich auf den Weg nach Münster mache, sorgen das Baby und ich noch für einen vollen Bauch und möglichst gute Laune bei der Kleinen. Sie darf/muss mich heute zu meiner Einladung begleiten. Was ich noch vorhabe, erzähle ich dann gerne beim nächsten Mal. Wer neugierig ist, kann aber bei Instagram unter #münsterama schon mal schauen. Und mehr Bilder und Geschichten von heute gibt es wie immer bei Caro.


Samstag, 1. Juli 2017

Samstagskaffee #94

Eigentlich ist dieser Samstag ein ziemlich normaler Samstag für uns. Wir machen das, was wir oft samstags machen: schlafen ein wenig länger, frühstücken noch im Schlafanzug, kümmern uns um das Geschirr und die Wäsche, erledigen den Einkauf, fahren das schmutzige Auto mal in die Waschstraße, spielen im Garten, gönnen uns zum Nachmittagskaffee ein leckeres Stück Kuchen.
Und doch ist es ganz anders, denn den Samstagskaffee mit Blaubeerkuchen gibt es im Garten unseres roten Ferienhauses in Südschweden. Gegen Abend nehme ich mir dann eine weitere Tasse Kaffee mit an den Bootssteg und kuschel dort mit dem Baby, während die anderen noch eine Runde mit dem Ruderboot rausfahren. Als wir wieder ins Haus zurück gehen, sagt unser Sohn: "Hach, war das ein schöner Tag!" Es braucht eben auch nicht immer Programm (so wie *hier*), schließlich sind wir ja im Urlaub...
Verlinkt mit schönen Grüßen aus Schweden bei Andreas Samstagsplausch.