Samstag, 26. Mai 2018

Wildpferdefang im Merfelder Bruch

Nur circa 20 Autominuten von uns entfernt lebt halbwild eine Pferdeherde im Merfelder Bruch. Immer einmal im Jahr, am letzten Samstag im Mai, werden die Dülmener Wildlinge in eine eigens dafür angelegte Arena getrieben und die Jährlingshengste herausgefangen. Das ist nötig, um Rivalitäten unter den Hengsten zu vermeiden. Es ist aber zugleich auch ein ziemliches Spektakel für Münsterländer und Touristen. In diesem Jahr haben wir ganz kurzfristig die Möglichkeit bekommen, es uns anzusehen. Im regulären Verkauf der heiß begehrten Tickets hatte ich diesmal kein Glück, doch dann bekamen wir gestern Karten angeboten, die jemand anderes nicht wahrnehmen konnte. So haben wir uns heute mit den Kindern und viel Getränken und Sonnenschutz im Gepäck auf den Weg in die Wildpferdebahn gemacht. Nach dem sehenswerten Vorprogramm folgte gegen 15 Uhr ein immer wieder besonderer Moment: 15.000 Menschen halten den Atem an, um in der Ferne schon donnergrollartig das Dröhnen der Pferdehufe zu hören. Es staubt ordentlich, als die Herde in die Arena einläuft. Junge Männer teilen dann von dieser großen Gruppe immer wieder kleinere ab, um aus diesen die Jährlingshengste mit der Hand herauszufangen und ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Halfter anzulegen. Zum Schluss werden die Stuten und ihre Fohlen wieder in die Freiheit entlassen. Ein Jahr lang haben sie nun wieder ihre Ruhe.











Ein wirklich besonderes Erlebnis, das ich im Rahmen des Samstagsplauschs gerne mit euch teile.

Sonntag, 13. Mai 2018

12 von 12 im Mai 2018 (Samstagskaffee #116)

Muss ich es eigentlich noch erklären? Vermutlich nicht, oder? Vom 12. des Monats habe ich 12 Bilder mitgebracht. Mehr Alltagseinblicke gibt es wie immer bei Caro und bei Andrea



Am gestrigen Samstag hatte meine Schwiegermutter uns anlässlich ihres Geburtstags zum Brunch in ein Café eingeladen, das sehr nett am Ufer eines Baggersees liegt. An den Ursprung des Sees erinnern drei große, auffällige Trichter am Ufer, die zu einer Aussichtsplattform umgebaut wurden. Als wir gegen Mittag dieses schöne Fleckchen verließen, hatten sich sogar die ersten Badegäste eingefunden.


Ich lege einen kurzen Zwischenstopp im Ort ein, da mir noch ein paar Bastelmaterialien fehlen. Die Männer (sehr klassische Rollenverteilung heute) kümmern sich derweil darum, Grillfleisch zu besorgen. Wir treffen uns alle im Garten meiner Schwiegereltern wieder, wo wir das gute Wetter genießen. Gemeinsam mit den Kindern habe ich einen Geburtstagskuchen gebacken, den wir uns schmecken lassen.


An der Fahnenstange im Garten hissen unser Sonntagsjunge und sein Opa unsere Fahne. Flaggen und Fahnen interessieren den Kleinen gerade sehr und damit wird zugleich deutlich, wem wir am Abend beim Eurovision Song Contest die Daumen drücken. Nach einem leckeren Abendessen vom Grill geht es für uns fünf zurück nach Hause. Die Kinder dürfen noch etwas länger aufbleiben und den Anfang des Musikwettbewerbs mit uns schauen. Ich bereite dabei den Kleinkinderwortgottesdienst am vor, den wir am Tag drauf feiern werden. Das Thema lag an diesem Wochenende auf der Hand: Muttertag. 








Samstag, 5. Mai 2018

WMDEDGT (Samstagskaffee #115)

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?", fragt Frau Brüllen immer am Monatsfünften. Eher unregelmäßig gibt es hier meine persönliche Antwort auf diese Frage, so z.B. heute. Der heutige Fünfte ist ein sonniger Samstag im Mai. Da gestern alle erst später im Bett waren als sonst, weckt mich der Sonntagsjunge auch erst gegen 7:30 Uhr. Das Baby weckt er gleich mit auf. Zu dritt stehen wir auf und gehen zum Frühstück. Später gesellen sich das Weihnachtsmädchen und der Liebste dazu. Nachdem alle satt und angezogen sind, satteln die älteren Kinder und ich die Räder. Wir sind um 10 Uhr in der Kita verabredet. Im Frühjahr nehmen wir Eltern uns jedes Jahr einen Samstagvormittag Zeit, um den Garten auf Vordermann zu bringen. Diesmal arbeiten wir nicht nur draußen, sondern nutzen die vielen helfenden Hände auch, um den Keller zu entrümpeln. Die Kinder helfen tatkräftig mit. Zum Abschluss gibt es für alle Grillwürstchen und Brötchen im Kita-Garten. Auf dem Rückweg halten wir an der Eisdiele und ich spendiere uns dreien eine Runde Eis. 
Wieder zurück treffen wir vor der Haustür gerade eine liebe Nachbarin an, die gerade Blumen an alle Nachbarn verschenkt, die in ihrem Garten keinen Platz mehr finden. Was für eine schöne Idee! Kurz nach uns trifft auch der Liebste wieder zuhause ein, der in der Zwischenzeit mit der Kleinsten beim Babyschwimmen war. Ein Freund unserer Kinder, der in der Nachbarschaft wohnt, gesellt sich zu uns und der Nachmittag vergeht damit, wahlweise in dem einen oder anderen Garten, dem einen oder anderen Haus oder auf der Straße zu spielen oder Fahrrad zu fahren. Am späteren Nachmittag wünschen die Kinder sich, noch zu einem größeren Spielplatz aufzubrechen. Der Fußballplatz und die Schaukeln dort werden intensiv genutzt. Das Abendessen genießen wir in der Abendsonne auf der Terrasse, bevor dann zwei Kinder noch in die Badewanne hüpfen. Nach einer Gute-Nacht-Geschichte und einer extra Runde Kuscheln schlafen nun alle, fast zumindest.



Dienstag, 1. Mai 2018

Bee creative...

Was für ein ungewöhnlicher Moment gerade: Ich sitze morgens (!) mit einer Tasse Kaffee am Schreibtisch, denn der Rest schläft noch tief und fest. Nachdem unsere Größeren um fünf und um sieben mal kurz wach waren, haben sie sich doch tatsächlich entschieden, einfach nochmal weiterzuschlafen. Schließlich ist heute frei: 1. Mai. Und die Allerkleinste ist ohnehin eher im Eulen-, als im Lerchenteam zuhause. Nur ich bin nun einfach wach. Draußen toben Regen und Wind. Nach gemütlichem Ausflugswetter für eine längere Radtour oder Wanderung sieht es heute wirklich nicht aus. Am Wochenende war das Wetter noch schöner. Da sind auch diese Bilder der kleinen, pummeligen Honigbiene entstanden, die in unserem Apfelbaum gelandet war. Mit ihr beteilige ich mich gerne an der Aktion "A place to bee", mit der der BUND Naturschutz auf das Bienensterben aufmerksam macht und die Bundesregierung zu konkreten Gegenmaßnahmen auffordert. Am Weltbienentag, dem 20. Mai, wird es dazu eine große Aktion in Berlin geben. Dabei sollen die kleinen Häkelbienen als Botschafterinnen für ihre natürlichen Artgenossen eingesetzt werden. Bis zum 15. Mai können für diesen guten Zweck noch Häkelbienen eingeschickt werden. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, mitzumachen? Je mehr, desto besser! Alle Infos, inklusive der Anleitung, gibt es *hier*. Habt einen schönen Feiertag!



Verlinkt bei: liebste Maschen, Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, HäkelLine und dem Creadienstag.

Samstag, 28. April 2018

Gehäkelt: „Lappenpop“ (Samstagskaffee #114)

Mit der zweiten Hochzeit meines Vaters hat sich unsere Familie u.a. um einen niederländischen Teil erweitert. Als sich dort nun ein Baby angekündigte, bekam ich Lust, ein kleines Geschenk zur Geburt zu häkeln, das einen niederländischen Bezug hat. Fündig würde ich bei dieser kleinen Bäuerin in niederländischer Tracht, inklusive "Klompen" (Holzschuhe) und Haube. Es handelt sich dabei um eine Lappenpuppe (übersetzt man "lappenpop" so?), d.h. sie ist nicht komplett gefüllt, sondern hat mit dem flachen Körper auch den Charakter eines Kuscheltuchs. Neue Wolle musste ich dafür nicht besorgen, die Materialien waren fast komplett in meinem Vorrat vorhanden. Lediglich für den Hautton konnte ich einen passenden Rest von einer Freundin aus meiner sich monatlich treffenden Häkelrunde bekommen. Mittlerweile ist sie schon über die nahe Grenze ins Nachbarland gereist...




Anleitung: gibt es z.B. hier
Wolle: Vorrat (Catania Denim & Sheepjes Stonewasched)
Verlinkt bei: Samstagsplausch, liebste Maschen, HäkelLine.

Donnerstag, 12. April 2018

12 von 12 im April 2018

In 12 Bildern nehme ich euch am heutigen 12. gerne mal wieder mit durch unseren (All)Tag. Mehr davon gibt es wie immer bei Caro zu sehen. 
Unser Tag beginnt mit fröhlichem Babygeplapper neben mir. Nach dem gemeinsamen Frühstück bringe ich die beiden größeren Kinder zur Kita. Anschließend haben der Liebste und ich einen spannenden Termin an unserem Baugrundstück: So wie es aussieht, starten wir in der nächsten Woche endlich mit dem Hausbau! Fotos gibt es da nicht, das habe ich schlichtweg vergessen. 



Erst mit etwas Verspätung komme ich daher heute im Büro an. Der Vormittag vergeht mit Arbeit am PC. Die kleine Maus räumt erstmal ihre Spielzeugkiste aus und erkundet dann den Raum. Mittlerweile macht sie auch gerne mal einen Abstecher in den Flur oder die Nebenräume. Ihr Mittagessen lässt sie mal wieder stehen und bedient sich lieber aus meiner Brotdose, in der u.a. auch noch eines der letzten Ostereier einen Platz gefunden hat.



Um 14 Uhr brechen wir zur Kita auf, um die Geschwisterkinder abzuholen. Heute steht für sie der Schwimmkurs auf dem Programm. Die beiden haben derzeit einmal wöchentlich viel Spaß im Seepferdchenkurs. Zum Glück gibt es dort auch eine Spielecke, in der die Kleinste und ich die 45 Minuten gut verbringen können.



Wieder zuhause hole ich die Post aus dem Briefkasten. Heute gibt es eine schöne Überraschung: Ich habe beim Verlag C.H.Beck ein Rezensionsexemplar gewonnen. Die Rezension des Romans folgt dann demnächst hier. Nicht nur die Post, auch die Biokiste ist in der Zwischenzeit gekommen. Salat, Blumenkohl, Möhren, Äpfel, Pastinaken und Co. finden ihren Platz in Küche und Kühlschrank.



Nach einem kleinen Päuschen mit Kaffee und Milch spielen die Kinder noch eine Weile im Garten. Die Kaiserkrone macht mir gerade besondere Freude. Vor ein paar Jahren schon haben wir mehrere Exemplare gepflanzt. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Blüte. Damit hätte ich schon kaum noch gerechnet. Noch eine Runde Fußball und Sandkasten, dann mache ich mich allmählich an die Vorbereitung des Abendessens. Das Weihnachtsmädchen gesellt sich zu mir und hilft mir bei der Vorbereitung eines Salats. Inzwischen ist nun Ruhe im Haus eingekehrt. Zeit, die Mitteilung über den Baubeginn an das Bauamt zu schicken. Und vielleicht mal in mein neues Buch zu schauen...



Dienstag, 27. März 2018

Gehäkelt: Babydecke

In den vergangenen Wochen und Monaten, die hier ja reichlich gefüllt waren, ist auch meine abendliche Häkelrunde oft ausgefallen. Mittlerweile habe ich aber den Faden nicht nur sprichwörtlich wieder aufgenommen. Entstanden ist dabei in diesem Monat auch diese Babydecke. Das Muster trägt den passenden Namen: "Call the midwife" (Ruf die Hebamme). Kann es einen passenderen Namen für eine Babydecke geben? Mit den vierblättrigen Kleeblättern bringt es dem kleinen Erdenbürger, für den es gedacht ist, hoffentlich ganz viel Glück in seinem Leben. Das Muster ist effektvoll, aber nicht zu kompliziert. Einmal verstanden, brauchte ich die Anleitung nicht mehr und die Maschen rutschen wie von allein von der Nadel. Der Name dieser Decke weist übrigens auf den Ursprung dieses Musters hin. Eine Babydecke dieser Art erschien in der gleichnamigen BBC-Serie "Call the midwife", die aus dem Leben von Hebammen in den 1950er Jahren erzählt. Sie spielt im verarmten Londoner East End. Eigentlich wollte ich sie mir schon längst mal ansehen. Von einer Freundin hatte ich mir schon vor längerem die DVDs ausgeliehen. Ich lege sie jetzt mal auf dem Stapel wieder weiter nach oben. Oder besorge mir doch mal die Bücher, die der Serie zugrunde liegen. 




Verlinkt bei den Liebsten MaschenHäkelLine, Dienstagsdinge und dem Creadienstag.